Sunday, February 15, 2015

Napali Coast Wanderung

27. Dezember

Nachdem es auf Kauai mehrere Tage heftig geregnet hatte, waren wir nicht sicher, ob wir überhaupt diese Wanderung würden machen können. Gerd wollte mir so gerne diesen Wasserfall und die Napali Coast zeigen, die für ihn zu den schönsten Orten gehören.
Der Weg war zu Beginn unseres Aufenthaltes auf Kauai gesperrt. Wir lasen sogar einen Morgen in der Zeitung, dass diverse Wanderer per Helikopter gerettet werden mussten. Die Wanderung, die wir machten wollten, war eine Teilstrecke einer größeren Wanderung (Kalalau Trail), die eine Übernachtung beinhaltete. Einige Bäche waren wohl so sehr angestiegen, dass man sie nicht mehr überqueren konnte und die Leute festsaßen.

Ich weiss nicht, ob ich das schon geschrieben habe, aber Kauai hat letztendlich nur eine Straße, die außen an um die Insel herum führt. Mit den Ausnahmen, dass ein paar Strassen auch in einen Teil des Inlands führen und dass man nicht einmal ganz herum fahren kann, da die außen-rum-Straße nur um etwa Dreiviertel der Insel geht. Das restliche Stück betrifft die Napali Coast. Und ich denke, das macht sie auch so besonders. Man kann sie nicht mit dem Auto erreichen, was dazu führt, dass die Natur sehr unberührt ist.

Auf dem Weg zur Napali Coast (wir fuhren an's nördliche Ende der außen-rum-Straße) kamen wir an dieser hübschen Kirche vorbei. Wir haben einige Kirchen auf der Insel gesehen, aber diese war für mich die schönste.
Cute church in northern Kauai

Napali bedeutet übrigens The Cliffs. Manchmal liest man auch Napali cliffs, wobei dies wohl nicht ganz korrekt sein soll, da es doppelt gemoppelt ist, da die Übersetzung cliff cliffs hieße.

Für mich Stolperliesel war die Wanderung nicht ganz ohne. Es ging auf einem relativ breiten Trampelpfad zunächst bis zu einem Strand. Der Untergrund wechselte dabei von Steinen über Schlamm zu Sand. Die Aussicht auf die Küste war wirklich traumhaft.
Beautiful coastline

the trail in the beginning

the trail, continued

hiking along the coast

Kurz bevor wir am Strand ankamen, mussten wir über einen kleinen Fluss. Da es so gut wie unmöglich war, trockenen Fußes auf die andere Seite zu kommen, haben wir die Schuhe ausgezogen und sind über den Strand gegangen. An diesem Strand durfte man jedoch nicht baden (auch wenn trotzdem einige im Wasser waren), da es hier sehr gefährlich ist und traurigerweise ein Hinweisschild via Strichliste die Anzahl der Toten vermerkt.

Wir saßen eine Weile am Strand. Die Entscheidung war nun, ob wir die 2 Meilen zurück zum Auto gehen oder noch weitere 2 Meilen ins Inland zum Wasserfall. Ich entschied mich für den Wasserfall. Ich habe nicht allzu viele Foto von unterwegs. Ich hatte ganz schön zu tun. Am Anfang war es sehr schlammig. Der Regen der vergangenen Tage hatte den Boden stark aufgeweicht. Durch die urwaldartige Umgebung konnte die Sonne auch nicht viel trocknen.

Das letzte Stück zum Wasserfall war das schwerste für mich. Der Weg war sehr steinig und felsig. Zwischendurch mussten wir über einige Bäche. Es gab zum Glück Seile, die einem Halt gaben.
Crossing streams

Am Wasserfall hatte ich mich eigentlich auf eine Abkühlung gefreut. Man kann hier nämlich in dem Pool davor baden. Normalerweise zumindest. Wir waren etwas spät losgegangen, sodass die Sonne langsam unter ging und am Wasserfall bereits keine Sonne mehr war. Dadurch war es ziemlich frisch. Dazu kam noch, dass das Wasser super kalt war. Wir hatten zwar Badesachen dabei, wollten uns aber nicht erkälten und den restlichen Urlaub riskieren, sodass wir uns nach einer kleinen Pause wieder auf den Rückweg machten.
Beeindruckend war der Wasserfall dennoch. Man konnte aus nächster Nähe den ganzen Wasserfall von oben bis unten sehen.
Hanakapi Fall
Um nicht in die Dunkelheit zu geraten, machten wir uns so zügig der Weg (und meine Beine) es zuließen auf den Rückweg. Es blieb jedoch genug Zeit, einen letzten Blick auf die Küste zu erhaschen.

(no filter)
Zurück am Auto wurde es am Strand langsam ziemlich voll, weil man hier einen herrlichen Blick auf den Sonnenuntergang hatte. Wir wollten jedoch langsam zurück.
Sunset at the trailhead
Zusammenfassend kann man sagen, dass dies eine ganz besondere Wanderung war. So anstrengend sie war und ich am Ende aussah wie Sau, so beeindruckend war die Natur, die uns Napali bot. Nur die eigenen Füße würden einen hier herbringen. Man hatte das Gefühl, im Urwald zu sein. Es hat einen Grund, warum Jurassic Park hier gefilmt wurde. Außerdem war ich ein bisschen stolz auf mich, dass ich die Strecke geschafft und ich mich am Strand entschieden habe, noch bis zum Wasserfall weiter zu gehen.
muddy me

No comments:

Post a Comment